Von der Wirtschaftsprüfung in die Stillberatung.
Nicht geplant – aber rückblickend unausweichlich.
Mein Weg
In Kooperation mit einem japanischen Technologiekonzern habe ich Betriebswirtschaftslehre an der Dualen Hochschule Stuttgart studiert und mich dabei auf den Bereich Digitalisierung und Innovation spezialisiert. Im Anschluss begann ich bei einem der Big Four in der Wirtschaftsprüfung als technische Wirtschaftsprüferin zu arbeiten, bis ich während meiner Stillzeit mit unseren Zwillingen spürte, dass sich etwas in mir veränderte – und mich entschloss, einen völlig neuen Weg einzuschlagen.
Meine eigene Stillgeschichte
Meine eigene Stillzeit verlief zu Beginn alles andere als glatt. Bei einem meiner Zwillingssöhne funktionierte das Stillen von Anfang an nicht – trotz monatelanger Versuche und etlicher Stillberatungen wurde erst mit 12 Monaten ein verkürztes Zungenband diagnostiziert. Zwei Jahre lang habe ich parallel zum Stillen meines anderen Kindes voll für ihn abgepumpt, bis er überraschend begann, von selbst zu stillen – mit über zwei Jahren! Die Zungenbandtrennung steht noch bevor – auch wenn er heute an der Brust trinken kann, hat ein verkürztes Zungenband weitreichende Auswirkungen auf die gesamte orale Anatomie. Heute stillen beide Kinder, und ich weiß aus erster Hand, wie es sich anfühlt, wenn niemand eine Antwort hat und man von Anlaufstelle zu Anlaufstelle, von Expertin zu Expertin, von Stillberaterin zu Stillberaterin rennt – und einfach nicht weiterkommt.
Meine Ausbildung
Diese Erfahrung hat mich zur Ausbildung am Deutschen Kompetenzzentrum für Stillen und Laktation gebracht. Dort habe ich mich in meiner Elternzeit zur zertifizierten Still- und Laktationsberaterin (DKSL) ausbilden lassen – ein fundiertes, evidenzbasiertes Ausbildungsmodell mit 575 Lehrstunden, zahlreichen Workshops, zweiwöchentlichen Modulprüfungen und einer umfassenden Abschlussprüfung. Die Ausbildung wurde vom Bundesverband der Fernstudienanbieter als gleichwertig zu einem Bachelor eingestuft. Seit August 2026 darf ich mich offiziell Still- und Laktationsberaterin DKSL® nennen. Ursprünglich als Nebenprojekt gedacht, wurde mir schnell klar, dass ich das zu meiner Vollzeit-Berufung machen möchte – zu viele Mythen und Falschinformationen kursieren rund ums Stillen und Abpumpen, und zu wenige Familien bekommen die fundierte, ehrliche Begleitung, die sie verdienen.
Wie ich arbeite
Ich glaube an Ursachenbekämpfung statt Symptombehandlung. Deshalb arbeite ich in der Regel nicht mit einzelnen Beratungsstunden, sondern mit mehrwöchigen Begleitungsprogrammen – aus eigener und kollegialer Erfahrung weiß ich, dass komplexe Stillprobleme selten in einem einzigen Termin lösbar sind. In jedem Programm bekommst du ein ausführliches Erstgespräch inklusive Anamnese, einen maßgeschneiderten Handlungsplan, mehrere Follow-up-Termine und täglichen Message-Support. Außerdem biete ich einen 1:1-Stillvorbereitungs-Call für werdende Eltern sowie einen SOS-Call für akute Stillprobleme am selben oder nächsten Tag an – ideal, wenn du schnelle Hilfe für eine einzelne Frage brauchst, ohne gleich ein ganzes Programm zu buchen. Dabei bleibe ich immer ehrlich, empathisch und faktenbasiert. Bei mir bekommst du die ganze Wahrheit und keinen halbgaren Hokuspokus.
Der WHO-Kodex
Ich arbeite konsequent nach dem WHO-Kodex (International Code of Marketing of Breast-milk Substitutes) – das bedeutet: keine Werbung für Muttermilchersatzprodukte, Flaschensauger oder Schnuller in meiner Beratung, und keine finanziellen Verbindungen zu Herstellern solcher Produkte. Meine Empfehlungen sind dadurch wirklich unabhängig – du bekommst eine Einschätzung, die ausschließlich in deinem und dem Interesse deines Babys liegt, nicht im Interesse eines Unternehmens.
In Vorbereitung
Aktuell arbeite ich an vier neuen Angeboten für dich: • Stillvorbereitungskurs • Beikostvorbereitungskurs • Abpumpen, aber richtig • Back-to-Work-Guide
Ich freue mich darauf, euch auf diesem einzigartigen und besonderen Weg zu begleiten,
deine Ilona