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Milchmenge beim Abpumpen steigern

Milchmenge beim Abpumpen steigern

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ABPUMPEN19. August 2026

Wenig Milch beim Pumpen kann unheimlich verunsichern – dabei liegt es selten daran, dass zu wenig Milch da ist, sondern oft am Pump-Setup selbst. Hier die Methoden, die wirklich einen Unterschied machen.

Die Basis zuerst

Bevor du an der Pumptechnik feilst, lohnt sich der Blick aufs Stillen selbst:

  • Häufiges Anlegen nach Bedarf (10–12x/24h)
  • Anlegen optimieren
  • Brustkompression während des Stillens
  • Beide Seiten anbieten, Wechselstillen
  • Viel Hautkontakt
  • Stress reduzieren, ausreichend essen und trinken

Beim Pumpen selbst

Kleine technische Anpassungen machen oft den größten Unterschied:

  • Doppelseitig pumpen – erhöht Prolaktin, löst den Milchspendereflex auf beiden Seiten gleichzeitig aus
  • Hands-on Pumping: Hand in C-Form um den Warzenhof legen, Daumen oben, Finger unten – Brustgewebe während des Pumpens sanft Richtung Mamille komprimieren, um den Milchfluss zu unterstützen
  • Sobald die Milch nicht mehr fließt, Position bzw. Druckpunkt wechseln – das verkürzt die Pumpzeit und erhöht Milchmenge sowie Fettgehalt
  • Richtige Trichtergröße: Die Mamille sollte sich frei im Trichter bewegen können, ohne an den Seiten zu reiben – lass die Größe idealerweise von einer Fachkraft ausmessen (übliche Größen 21–36mm)
  • Sog nur bis leicht unangenehm hochdrehen, dann eine Stufe runter
  • Nachts pumpen – der Prolaktinspiegel ist nachts höher
  • Flasche während des Pumpens abdecken, um Stress durch den Blick auf die Menge zu vermeiden

Power Pumping – für den gezielten Boost

Simuliert Clusterfeeding und kann die Milchmenge gezielt ankurbeln. 1x täglich, insgesamt etwa eine Stunde:

  • 20 Minuten pumpen
  • 10 Minuten Pause
  • 10 Minuten pumpen
  • 10 Minuten Pause
  • 10 Minuten pumpen

Alternative: die 30-30-30-Methode

Rund 30 Minuten nach dem Pumpen erreicht der Prolaktinspiegel seinen Peak – genau dann ist eine zweite Pumpsession besonders effektiv:

  • 30 Minuten pumpen
  • 30 Minuten Pause
  • 30 Minuten pumpen
Doppelseitig pumpen erhöht Prolaktin und löst den Milchspendereflex auf beiden Seiten gleichzeitig aus – die effektivste Variante.

Der Effekt von Power Pumping zeigt sich meist erst nach einigen Tagen – nicht sofort aufgeben.

Ein Wort zu Galaktogoga wie Bockshornklee oder Stilltees: Sie können höchstens ergänzend wirken, ersetzen aber nie ein optimiertes Stillmanagement – und Bockshornklee ist z.B. bei Nussallergie, Diabetes, Asthma oder Gerinnungsstörungen nicht geeignet.

Wenn die Milchmenge trotz dieser Maßnahmen über mehrere Tage nicht steigt, ist eine Beratung sinnvoll – oft lässt sich die Ursache gezielt finden.

Alles Liebe & bis zum nächsten Post, Ilona